1 Mohammed Schamsed-din Hafis: Der Diwan. Aus dem Persischen von Joseph von Hammer-Purgstall, München 2007, S. 32.
3 Joseph Hammer-Purgstall: Geschichte der schönen Redekünste Persiens. Mit einer Blüthenlese aus zweyhundert persischen Dichtern, Wien 1818, S. 11.
4 Huri = Paradiesjungfrau des Islam mit dem ewigen Hymen.
5 Johann Wolfgang von Goethe: West-östlicher Divan, hg. und erläutert von Hans-J. Weitz, mit Essays zum Divan von Hugo von Hofmannsthal, Oskar Loerke und Karl Krolow, 8. Aufl., Frankfurt am Main 1988, S. 10.
6 Hammers Hafis-Übersetzung in Joseph Hammer-Purgstall (Anm. 3), S. 36.
7 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 25.
8 Rend bedeutet im gewöhnlichen gegenwärtigen persischen Sprachgebrauch „schlau“, „listig“. Dieses Wort ist aber auch ein Begriff der Mystik und bezeichnet einen Menschen, den im äußerlichen (gesellschaftlichen) Leben Tadel trifft, während er innerlich ein erhabener gottgetreuer Mensch ist. Diese Bedeutung hat das Wort in fast allen mystischen Werken. Rend hat aber für Hafis eine tiefere Bedeutung als bei den anderen Mystikern. Für das Wort Rend auf Deutsch ein substantiviertes Adjektiv oder ein Nomen wie „Renderei“ oder „Rendschaft“ zu bilden, scheint mir zu gestellt. Zu Rend ausführlich in Mahmood Falaki: Goethe und Hafis: Verstehen und Missverstehen in der Wechselbeziehung deutscher und persischer Kultur, Berlin 2012, Abschnitt Rendi als Hafis’sche Philosophie, S. 110-125.
9 Siehe Hammers Hafis-Übersetzung (Anm. 6), S. 117, 129, 310, 436, 642 u. a.
14 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 162.
15 Vgl. Fritz Strich: Goethe und die Weltliteratur, Bern 1957, S. 170.
16 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 144.
17 Siehe Fritz Strich (Anm. 15), S. 171.
19 Siehe Max Heynacher (Hg.): Goethes Philosophie aus seinen Werken, 2. Aufl., Leipzig 1922, S. 23.
20 In Betracht kommen Werke und Untersuchungen von Goethe wie z. B. die „Farbenlehre“, „Metamorphose der Pflanzen“, „Die Natur“, „Naturphilosophie“ und Aufsätze zur Metamorphose des Tierreichs usw.
21 Hammers Hafis-Übersetzung (Anm. 6), S. 36.
22 Siehe Johann Wolfgang von Goethe: West-östlicher Divan. Sämtliche Werke, hg. von Henrik Birus, Bd. 3/2, Frankfurt am Main 1994, S. 892.
23 Johann Wolfgang von Goethe: West-östlicher Divan, hg. von Michael Knaupp, Stuttgart 2000, S. 270.
24 Hammer hat auch in anderen Stellen das Wort yār mit „Freundin“ übersetzt. Siehe Hamers Hafis-Übersetzung (Anm. 6), S. 79, 88, 90, 91, 92, 144 u. a.
25 Im Persischen fehlt die grammatische Unterscheidung von Maskulinum und Femininum, und yār wird sowohl für einen männlichen Geliebten als auch für eine weibliche Geliebte verwendet.
26 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 436.
29 Hammers Hafis-Übersetzung (Anm. 6), S. 144.
30 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 151.
31 Vgl. Annemarie Schimmel: Mystische Dimensionen des Islam. Die Geschichte des Sufismus. Mit zahlreichen Abbildungen, Frankfurt am Main/Leipzig 1995, S. 151, 155.
32 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 261. Siehe auch Ghasel nun, Vers 125/6, ebd., S. 197.
33 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 22.
34 Ebd. Hafis (korrekt wäre Ḥāfeẓ) bedeutet im eigentlichen Sinne des Wortes „Hüter, Beschützer, der im Gedächtnis Bewahrende“. Diesen Ehrenbeinamen erhielt der Dichter, weil er den Koran auswendig wusste (im Gedächtnis bewahrte).
35 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 192.
36 Konrad Burdach: „Goethes West-östlicher Divan in biographischer und zeitgeschichtlicher Beleuchtung“, in: Edgar Lohner (Hg.): Studien zum West-östlichen Divan Goethes, Darmstadt 1971, S. 310-351, hier S. 318.
37 „Man sieht nicht ein, warum bei einem so ungeheuren Feldzug [Israel in der Wüste], [...] das religiöse Zeremonien-Gepäck zu vervielfältigen, wodurch jedes Vorwärtskommen unendlich erschwert werden muß. Man begreift nicht, warum Gesetze für die Zukunft, die noch völlig im Ungewissen schwebt, zu einer Zeit ausgesprochen werden, wo es jeden Tag, jede Stunde an Rat und Tat gebricht [...].“ Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 213.
38 Johann Wolfgang von Goethe: Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Mit einem Nachwort von Peter Goldammer, Berlin/Weimar 1984, 14. Buch, S. 610f.
40 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 22.
43 26. Sure: Die Poeten, in: Joseph Hammer-Purgstall: Fundgruben des Orients. Bearbeitet durch eine Gesellschaft von Liebhabern, Bd. 3, Wien 1813, S. 254f. Verse von Rudi Parets Koran-Übersetzung (Der Koran, 7. Aufl., Stuttgart u. a. 1996), welche ich in der vorliegenden Arbeit anführe, sind 224226 (Sure 26, Die Dichter), S. 262f. Original (Koran, arabische Fassung, 6. Aufl., Teheran 2007), S. 376.
44 Der Koran, Sure 52, Vers 29-30, Rudi Parets Koran-Übersetzung (Anm. 48), S. 371.
45 Ebd., Sure 21, Vers 5, S. 225.
46 Vgl. Anmerkungen in Koran. Übertragung ins Deutsche von Lazarus Goldschmidt, Berlin 1920, S. 617f.
47 Zwei Dichter, die gegen Mohammed Spottgedichte verfassten, heißen Ka`b Ebn-Ašraf und Nażr Ebn-Ḥāres. Sie wurden beide später ermordet. Siehe Šoğā´ad-Din Šafā: Pas az hezār-o čahār sad sāl [Geschichte des Islam], [Paris 2005], Bd. 1, S. 104, 138.
48 Der Koran, Sure 18, Vers 106, Rudi Parets Koran-Übersetzung (Anm. 48), S. 212.
49 Siehe Jalal ad-Din Rumi (Molawi): Masnawi-ye ma`nawi, hg. von Reynold A. Nicholson, 9. Aufl., Teheran 1983, 3. Bd. (daftar-e sewwom), S. 477. Dt. Übers. M. F.
50 Freund ist ein mystischer Begriff für Gott.
51 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 210.
52 Vgl. Dariyoosh Ashouri: Hasti-šenāsi-ye Ḥāfeẓ. `Erfān wa rendi dar še`r-e Ḥāfeẓ [Mystik und rendi in Hafisʼ Dichtung], Teheran 2005, S. 256-260.
53 Mit Erwerben und Erwählen sind zwei islamische Sekten, nämlich aš´ari und mo´tazele gemeint, deren eine fatalistisch ist und deren andere an die Willensfreiheit glaubt. Hafis weist beide zurück, weil er Auseinandersetzungen dieser Art nichtig findet. Über diese Sekten siehe Qāsem Ǧani: Baḥs dar āsār wa afkār wa aḥwāl-e Ḥāfeẓ [Kommentar zu Hafisʼ Werken und seiner Lage], 3 Bde., Teheran 2007, S. 15f.
54 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 400. Diese und weitere Hervorhebungen M. F.
57 Soruš (avestisch: Sraosā), ein zarathustrischer Botenengel. Obwohl er ein zarathustrischer (vorislamischer) Engel ist, wird er von Hafis und anderen persischen Mystikern als Botenengel des islamischen Gottes (Allah) verwendet. Mehr über Soruš: siehe Avesta, hg. von Jalil Dustkhah, 2 Bde., Teheran 1991, S. 1007f.
58 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 506.
60 Anspielung auf Adams Vertrag mit Gott, dass Adam keine verbotenen Früchte essen dürfe.
61 seine Güte = Gottes Güte.
62 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 247.
63 Der Koran, Sure 4, Vers 142-143, Rudi Parets Koran-Übersetzung (Anm. 48), S. 75.
64 Ebd., Sure 8, Vers 30, S. 127. Dies wird in Sure von der Sippe ʻImrans (3. 54) wiederholt: „Und sie (d. h. die Kinder Israels) schmiedeten Ränke. Aber (auch) Gott schmiedete Ränke.“ (S. 47).
65 Hafis-Wohlleben (Anm. 24), S. 92.
66 Hure, ahd. huor, mhd. huore, Entlehnung aus dem Germanischen hōrōn f. Mehr dazu siehe Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, bearb. von Elmar Seebold, 24. Aufl., Berlin 2002, S. 428.
67 Bedr (Korrekter: Badr), eine Wasserstelle mit zwei Quellen, an der jährlich ein Markt abgehalten wurde. Sie lag etwa sechs Kilometer von Medina entfernt, wo Mohammed seinen ersten Krieg mit 314 Gefährten und Anhängern geführt hat (im Jahre 624). Mohammeds Sieg in diesem Krieg, der eigentlich eher ein Überfall auf eine gegnerische Karawane war, stärkte Mohammeds Machtposition und die Standhaftigkeit der Muslime. Vgl. Eberhard Serauky: Geschichte des Islam. Entstehung, Entwicklung und Wirkung von den Anfängen bis zur Mitte des XX. Jahrhunderts, Berlin 1991, S. 110.
68 Der Koran, Sure 4, Vers 74, Rudi Parets Koran-Übersetzung (Anm. 48), S. 67.
69 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 110.
71 Der Koran, Sure 56, Vers 22-24, 35-36, 39-40, Rudi Parets Koran-Übersetzung (Anm. 48), S. 380.
72 Ebd., Sure 78, Vers 31-34, S. 419.
73 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 113.
77 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 10.
78 Wohllebens Hafis-Übersetzung (Anm. 24), S. 424.
79 Hammers Hafis-Übersetzung (Anm. 6), S. 796.
80 Johann Wolfgang von Goethe (Anm. 5), S. 22.
85 Zu diesem Thema, siehe Mahmood Falaki: Goethe und Hafis. Verstehen und Missverstehen in der Wechselbeziehung deutscher und persischer Kultur, Berlin 2013.