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    Plan détaillé Texte intégral VI.1 Motive aus der Pflanzenwelt VI.2 Christliche/Religiöse Motive VI.3 Todessymbole VI.4 Sonstige Motive VI.5 Inschriften Notes de bas de page

    Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes

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    VI. Grabschmuck: Motivauswahl, Attribute und Inschriften

    p. 109-123

    Texte intégral VI.1 Motive aus der Pflanzenwelt VI.2 Christliche/Religiöse Motive VI.3 Todessymbole VI.4 Sonstige Motive VI.5 Inschriften Notes de bas de page

    Texte intégral

    1Grabmotive spiegeln ähnlich wie die Grabmalformen das Verhältnis zum Tod sowie Modeerscheinungen und die damit einhergehenden Aussageintentionen eines Grabmales wieder. Wie bei den Grabformen auch gibt es eine große Anzahl von Wiederholungen und wenig Individuelles. Als die Grabmalformen vielseitiger waren, war der Dekor reichhaltiger und „verspielter“. Wurden bis ins erste Jahrzehnt des 20. Jahrhundert hinein klassizistische Schmuckformen gewählt, handelte es sich meist um eine reiche Verzierung, die sich aus verschiedenen Pflanzensymbolen, darunter Mohnblumen, Palmwedel, Lorbeer und aus Vergänglichkeitsattributen, wie der umgekehrten Fackel oder einer Sanduhr bestanden. Einige dieser Symbole verselbständigen sich im Laufe der Jahre und werden zu eigenständigen Einzelformen. Das Jugendstilgrabmal zeigt einen Schmuck, der zuweilen verspielt wie der klassizistische sein kann oder im bescheideneren Maße eingesetzt wurde. Auch hier überwiegen florale Motive in Form umlaufender Bänder, auch Mäander oder anderer Zierelemente, daneben spielte die Abbildung der Frau eine wesentliche Rolle. Mit der Strenge des Reformgrabmales weicht der Schmuckreichtum einer klaren, dekorarmen Schlichtheit. Jetzt fanden gerne auch kleinformatige, christliche Einzelmotive, wie ein Kreuz, das Haupt Christi, oder eine Madonnenfigur Verwendung.

    2Die Mehrzahl des eigentlichen motivischen Grabmalschmuckes ist ein Produkt der „modernen“ Grabmalherstellung und nicht selten seriell gefertigte Massenware. Insbesondere kleine Versatzstücke, wie Kränze, Palmwedel, Blumen u. ä. entstammen in der Regel dem Sortiment größerer Gießereien oder galvanoplastischer Kunstanstalten. Eine Ausnahme bilden die direkt in den Stein gearbeiteten Reliefs, die vom Künstler oder Steinmetzen selbst ausgeführt wurden.

    3Auch das häufige und wiederholte Verwenden gleicher Motive wurde durch die Entwicklung der Massenware in der Grabmalkunst gefördert. „Wie die nichtssagenden Inschriften, so werden auch die jetzt leider gebräuchlichen Symbole: Kreuz und Dornenkrone, Anker und Herz, die Urne, die verschlungenen Hände und für den jüdischen Kult das Hexagramm einer guten Architektur weichen müssen.“100

    4Nicht jedem Grabschmuck ist eine spezielle Bedeutung zuzuweisen. er kann auch lediglich der dekorativen Verzierung Willens angebracht worden sein.

    5Grabmotive, die innerhalb der unten einzeln aufgeführten Motivgruppen besonders häufig vorkommen und deren Bedeutung ebenso eine Relevanz für die Aussage eines Grabmales haben, werden detaillierter betrachtet. Einige Motive können auch mehreren der aufgelisteten Gruppen angehören.101

    6Neben dem eigentlichen Grabschmuck fungiert die Inschrift als Dekorations-bzw. Gliederungselement einer Grabmalfläche und trägt nicht selten wesentlich zum Erscheinungsbild eines Grabmales bei. Neben kurzen Verweisen auf den Namen eines Familiengrabes ohne weitere Angaben zu den Personen, war bzw. ist es auf dem Karlsruher Hautfriedhof üblich, den Namen und die Lebensdaten des Verstorbenen festzuhalten. Selten sagen Inschriften mehr aus.

    VI.1 Motive aus der Pflanzenwelt

    7Pflanzen bzw. welkende Blumen und Blüten wurden bevorzugt aufgrund ihrer offensichtlichen Vergänglichkeit mit den Tod in Beziehung gesetzt. Weibliche Trauerfiguren tragen oftmals Blumen oder Kränze. Das bereits in der Dichtung bestehende Sujet eines jungen Mädchens mit Blüten im Haar oder in den Händen wurde zu einem Trauergestus modifiziert.

    8Einerseits findet der florale Dekor seine Aufgabe in der reinen Verzierung eines Grabmales, andererseits wird er zum Symbolträger. Dabei gibt es stets wiederkehrende Symbole.

    9Es ist möglich, daß einige Blumen, wie z. B. die Rose, die als Grabpflanzen sehr beliebt waren, auch als dekoratives Element für das Grabmal übernommen wurden. Bereits in der Antike machte das Schmücken und Bekränzen von Gräbern einen festen Bestandteil bei Festen und Riten aus.

    10Ein sehr beliebtes und häufig vorkommendes Motiv bei der Wahl des Grabschmukkes war der Kranz, der entweder aus Blumen oder aus Efeu-bzw. Eichen-oder Lorbeerblättern gebunden wurde.102 Er erschien als voll-bzw. halbplastisches Attribut oder als Flachrelief, insbesondere an Stelen.103 Nicht selten legen Trauerfiguren dickgebundene Immortellenkränze als letzte Ehrerbietung des Verstorbenen nieder. Dieses Motiv ist auf dem Karlsruher Hauptfriedhof jedoch sehr selten. Stattdessen erscheinen kleine Kränze einzeln an Stelen oder in einer Vielfalt von anderen klassizistischen Dekor an Ädikulä und teilweise auch an anderen Grabmalformen.

    11Die Rose ist ein Symbol, das Leben und Tod in sich zusammenfaßt.104 Bereits seit der Antike, deren Totengärten mit Rosen versehen wurden, steht die Rose in engem Zusammenhang mit dem Tod. Die rote Rose soll aus dem Blut des Adonis entstanden sein und symbolisiert die Liebe, Zuneigung und Fruchtbarkeit, aber auch den Wiedergeburtsgedanken. Durch den Adonismythos erinnert sie an die Erneuerung des Lebens und ist auch auf antiken Grabmalen zu finden.105 Zudem war sie ein Zeichen der Verehrung gegenüber den Toten.106 Seit dem Mittelalter wurde die Rose zum Symbol jungfräulicher Reinheit Mariens.

    12Vor allem ist die Rose jedoch bis heute ein Sinnbild der Liebe. In ihrer Entwicklung von der Knospe über die volle Blüte zum Verwelken, werden auch die drei unterschiedlichen Lebensalter zum Ausdruck gebracht. „Möglicherweise spielt ein ähnlicher Symbolgehalt wie beim Dornröschen mit. [...] Die Rose [kann] auf dem Grabmal darauf hinweisen, dass jeder, der unter dem Rosengestrüpp begraben liegt, eigentlich nur schläft.”107

    13In der Sepulkralkultur bleibt die Rose meist dornenlos und tritt einzeln oder zu dikken Sträußen gebunden auf

    14Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof findet sich der Rosenkranz (Grabmal May) oder ein Rosenstrauß (gelegentlich auch in einer Vase oder Amphore) auf etlichen Stelen. Hier erscheint sie ebenfalls als einzelnes Symbol, mitunter auch als abgeknickte Blumenstengel (Abb. 90).

    15Als Attribut einer Trauernden ist sie beispielsweise auf dem Grabmal Jacobi oder Sutter-Lichtenberger zu sehen. Auch nachdem die vollplastischen Trauerfiguren langsam aus dem Erscheinungsbild des Friedhofes verschwinden, bleibt das Bild der Trauernden mit einer Rose in der Hand erhalten, wie die Grabstele Liesel Koelsch aus dem Jahre 1944 zeigt.

    16Als Symbol des ewigen Schlafes verfügt die Mohnblume auf dem Grabmal über eine lange Bildtradition (Abb. 91). Seit der Antike war die Blume als Schlafmittel bekannt und zählte gleichzeitig zu den wichtigsten Heilmitteln.

    17Die Mohnkapsel ist neben dem Symbol des Schlafes, des Träumens und des Todes ebenfalls Sinnbild für die Fruchtbarkeit. In der griechischen Mythologie fand sie als Attribut für Demeter, Hypnos und Thontos Verwendung und wurde auch mit Nys in Verbindung gebracht.

    18Seit Lessing den Tod mit dem ewigen Schlaf gleichsetzte, fand die Mohnblume verstärkt Eingang in die Grabmalskunst.108 Als Attribut einer Grabfigur tritt sie erst im Klassizismus auf.

    19Der Mohn kann in unterschiedlicher Form, entweder als Kapsel, als Blüte mit und ohne Blätter, als einzelne Blume oder als Sträußchen dargestellt werden.

    20Auf dem Hauptfriedhof in Karlsruhe ist der Mohn zum größten Teil zwischen Schmuckformen, die dem Klassizismus entlehnt wurden, zu finden. So erscheint er am Grabmal Schmieder z. B. an den Säulen der Grabarchitektur. Er wird hier als blühende Pflanze mit Wurzel und Blättern mit hoch aufragenden Kapseln dargestellt. Nicht selten wird der Mohn zusammen mit anderen Todessymbolen abgebildet. So rahmen Mohnkapseln am Giebel des Grabmales Koellreutter eine Sanduhr ein; am Grabmal Reinhart erscheint er als Schmuck am Kopf des abgebildeten Frauenkopfes.

    21Die weiße Lilie ist seit Urzeiten ein Lichtsymbol. Besonders in der christlichen Kunst gilt die Lilienblüte bzw. der Lilienstengel als Symbol der Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit. Seit alters findet man die Lilie in Zusammenhang mit der Figur Mariens; als Hinweis auf die Tugenden des Verstorbenen, oftmals in den Händen von Engeln.

    22Im vor- und außerchristlichen Raum ist die Lilie Symbol der vollkommenen Liebe, die in der Vereinigung von Gottheit und Mensch ihren Höhenpunkt findet.109

    23Die Grabarchitektur des Grabmales Cassin weist im Fries Lilienblüten auf (Abb. 92). Die Lilie wurde häufig als einzelnes Schmuckelement, gerne auch in stilisierter Form, eingesetzt.

    24Die Sonnenblume, die auch an einigen Grabstelen auf dem Karlsruher Hauptfriedhof vorzufinden ist, ist aufgrund der Eigenschaft ihrer stets zur Sonne wandernden Blüte, ein Zeichen der sich Gott zuwendenden Seele. Im Christentum ist sie Symbol der Gottesliebe und des Gebetes.110

    25Neben einigen Stelen begegnet man der Sonnenblume auch auf einem Grabpfeiler (Grabmal Faass) auf dem Karlsruher Hauptfriedhof (Abb. 93).

    26Der immergrüne Efeu gilt als die Pflanze des Totenreiches und ist Sinnbild für Unsterblichkeit. Als Motiv der sich um eine Urne rankenden Pflanze taucht er bis ins 20. Jahrhundert immer wieder auf. Aufgrund seiner rankenden bzw. „festhaltenden“ Eigenschaft ist er ebenso ein Zeichen der Treue.

    27Auch im Dionysos-bzw. Bacchus-Kult spielte der Efeu eine entscheidende Rolle, wo er als Symbol vegetativer Kräfte und der Sinnlichkeit galt.111

    28Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof wurde der Efeu entweder als Pflanze, die sich um ein Grabmal bzw. um eine Graburne „schlingt“ verwendet oder wie am Grabmal Schmieder als dekoratives „Band“ bzw. als Bordüre (Abb. 94).

    29In der Antike galt der Lorbeer als physisch und moralisch reinigend. Darüber hinaus sollte er in der Lage sein dichterische Inspiration und Weissagungskraft zu verleihen.112

    30Im Bereich der Sepulkralkunst ist der Lorbeer in der Bedeutung der ewigen Jugend und der Unsterblichkeit, die alle immergrünen Pflanzen symbolisieren, nachweisbar. Er tritt als Siegeszeichen (fast immer als Kranz) auf Denkmälern bzw. Grabmälern auf.

    31Auf den Karlsruher Grabmalen ist er als Kranz (Grabmal Schwab) oder zu einem Feston gebunden, als Einzelsymbol oder zwischen anderen Dekorationselementen vertreten. Beim Grabmal Schaefer erscheint der Lorbeer als dicker Festonstrang, der von Rosetten und Schleifen gehalten wird. Oft sind auch wie hier die Früchte des Lorbeers abgebildet (Abb. 95).

    32Neben der oben genannten Anwendung von Lorbeer, begegnet man ihm auch bei der Darstellung von Musikinstrumenten, die von der Pflanze dekorativ eingerahmt werden oder in Verbindung von verstorbenen Persönlichkeiten, die aus Dichterbzw. Denker-sowie aus Musikerkreisen stammen. So wird z. B. die auf dem Grabmal des Dichters Joseph Victor von Scheffel erscheinende geflügelte Lyra, mit Lorbeer versehen

    33Der Wein kann innerhalb des Grabmalschmuckes in verschiedener Gestalt mit unterschiedlicher Bedeutung erscheinen.

    34Als Weinstock, der in Griechenland dem Dionysos geweiht war, ist er das Sinnbild der Wiedergeburt und häufig auch auf den Reliefs römischer Sarkophage vorzufinden.113

    35Der eigentliche Wein, der oft als Lebenselixier und Unsterblichkeitstrank galt, symbolisiert in der Bibel die Güte Gottes, den Frieden und die Lebensfreude.114 Er wurde nicht nur wegen seiner Farbe Symbol des Blutes, sondern auch aufgrund seiner Eigenschaft als „Lebenssaft“, der aus dem Weinstock gewonnen wird. Im dionysischen Kult galt er bereits als Blut des Gottes und im Neuen Testament erhält er seinen Sinn als das Blut Christi.115

    36Als Traube, im Alten Testament von den ausgesandten Kundschafter aus dem Gelobten Land mitgebracht, wird dem Wein das Symbol der Verheißung zugesprochen. So ist die Traube auf frühchristlichen Sarkophagen „ein Sinnbild des verheißenen jenseitigen Reiches, in das der Verstorbene eingegangen ist.“116

    37Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof begegnet man der Traube als rankende Pflanze (Grabmal Friedrich Printz) oder als Frucht. Das Grabmal Koellreutter zeigt ein Kind, das seiner Mutter Trauben reicht (Abb. 52).

    38Unter den vegetabilen Motiven, die besonders oft auf den Grabmalen des Karlsruher Hauptfriedhofes erscheinen, befindet sich die Ähre, die auch als gebrochener Halm, besonders oft an Stelen auftrat und gerne zur Zeit des sogenannten „Reformgrabmales“ Verwendung fand. Die Ähren treten dabei entweder als einzelnes Symbol oder in Verbindung mit einem Sämann o. ä. auf. Die Ähre war bereits seit frühen Hochkulturen Sinnbild der fruchtbarkeits- und lebenspendenden vegetabilen Natur.117 Die Abbildung der geernteten abgeschnittenen Ähre stellt die „Ernte“, die Vollendung des Lebens dar.

    39Das Karlsruher Beispiel auf dem Grabmal von Ernst Würtenberger zeigt eine reiche Bildsymbolik, bei der die Ähre die Bildmitte ausmacht (Abb. 96). Die drei nach unten gebogenen Halme senken sich zu einem in einer Art Sarkophag liegenden, unbekleideten Mann. Dahinter erstrahlt groß die Sonne, deren Strahlen über den gesamten oberen Bereich des Reliefs führen. Die gebeugte Haltung der Ährenhalme kann einerseits als „Trauerhaltung“ und andererseits als Ernte-bzw. Lebensende gedeutet werden. Die Darstellung erinnert aber auch an eine Beschreibung aus dem Johannes-Evangelium, die lautet: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt geringachtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben.“118

    40Die im Hintergrund erstrahlende Sonne ist hier als Symbol der Auferstehung zu deuten. Die Abbildung von drei Ähren ist symbolisch für die Dreifaltigkeit. (Ähnliche Motive finden sich besonders in den 1920er Jahren bevorzugt an Grabstelen.)

    41Darüber hinaus gibt es auch an einigen anderen Grabstelen Ährenabbildungen. Am Grabmal Cassin wurde die Ähre inmitten anderer dem Klassizismus nachempfundenen Grabsymbolen verwendet.

    42Auch der Palmwedel erscheint als Grabzeichen auf Karlsruher Gräbern. Er wird entweder als Attribut einer Grabfigur, meist eines Engels oder als dekoratives Element an Ädikulä, Obelisken oder Findlingen eingesetzt. Das Symbol des Palmwedels folgt einer langen Grabmotivtradition, die ihren Ursprung in frühchristlichen Sarkophagdarstellungen fand. Der Palmwedel gehört zu der Gruppe der immergrünen Pflanzen und versinnbildlicht somit Unsterblichkeit. Bereits seit der römischen Antike ist er ein Siegessymbol und ein christliches Sinnbild für die Auferstehung bzw. die Überwindung des Todes. In den Händen eines Grabengels fungiert er ebenfalls als Zeichen für Erlösung und Trost. In Karlsruhe auf dem Hauptfriedhof sind ebenfalls etliche Engeldarstellungen mit dem Attribut des Palmwedels vorhanden (Grabmal Kinberger).

    43Aber auch ohne die Verbindung mit einem Engel taucht der Palmwedel hier als Grabschmuck auf. Das Grabmal Schmitt zeigt ihn an der Vorderseite des Obelisken; davor befindet sich ein Kranz aus Rosen (Abb. 97). Zudem wurde der Palmwedel auch als Zierelement eines Kreuzes gewählt (Grabmal Heinz).

    44Aufgrund der Beschaffenheit ihres harten Holzes ist die Eiche seit der Antike Sinnbild für Kraft, Beharrlichkeit und Männlichkeit und da ihr Holz als nicht verwesbar angesehen wurde, wurde sie sowohl in der Antike als auch im Mittelalter Symbol der Unsterblichkeit.119

    45Im Laufe des 18. Jahrhunderts fungierte die Eiche in Deutschland als Zeichen des Heldentums. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde ihr Eichenlaub als Siegeslorbeer verstanden. In dieser Bedeutung ist es wohl auch hauptsächlich am Karlsruher Grabmal Bregenzer verwendet worden (Abb. 98). Der Findling wurde mit einem großen Eichenzweig versehen, der unten mit einem Schmuckband verziert wird.

    46Pflanzen werden auf Grabmalen oft auch als geknickt oder gebrochen dargestellt. Sie sind Zeichen für das „abgebrochene“ bzw. durch den Tod unterbrochene Leben. Durch die geknickte Rose wird häufig der plötzliche Tod eines jungen Mädchen zum Ausdruck gebracht, das in seiner jugendlichen Blüte aus dem blühenden Leben herausgerissen wurde.120 Das Motiv einer geknickten Rose in den Händen einer Trauernden erscheint in Karlsruhe beispielsweise am Grabmal Sutter-Lichtenberger. Auch die geknickte Ähre bzw. ein geschnittener Ährenbündel deuten auf das Lebensende hin.

    VI.2 Christliche/Religiöse Motive

    47Alpha und Omega (Α/Ω) - der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabets, die alle anderen Buchstaben „einschließen“, symbolisieren das Allumfassende. Als Kurzform des Glaubensbekenntnisses tritt es auf Christusdarstellungen, Kreuzen und Grabsteinen auf.

    48In Karlsruhe erscheint das Buchstabenpaar zusammen mit dem Christusmonogramm oder auch mit einem Taubenpaar wie auf dem Grabmal Tölle (Abb. 99).

    „Für die frühen Christen ist (...) das Kreuz nicht in erster Linie ein Zeichen des Leidens, sondern ein Zeichen des Sieges.“121

    49Es kann eine Art Scheideweg symbolisieren, an dem sich die Toten und die Lebenden kreuzen.122

    50Durch die Kreuzigung Christi kam dem Kreuz für das Christentum eine besondere Bedeutung zuteil. Einerseits ist es Sinnbild für das Leiden Christi, aber auch für seinen Triumph und allgemeines Symbol für das Christentum.

    51Das Kreuz ist das Attribut in der Grabmalkunst schlechthin und an diversen Grabmalformen vertreten. Es kann als kleinformatiges Attribut am Giebel (Abb. 89), im oberen Bereich eines Steines auftreten oder in großer Darstellung auch ganz für sich stehen. Dann ist es häufig mit pflanzlichen Zeichen, wie Palmwedel oder Rose, umgeben (Grabmal Heinz). Man findet es auch zusammen mit Herz und Anker als Sinnbild der christlichen Dreiheit, Glaube - Liebe - Hoffnung. Gelegentlich wird es mit Trauerflor in Form eines suggerierten Stück Stoffes verhängt und kann in dieser Form auch als eigenständige Grabmalform erscheinen (Grabmal Marbeiter-Karas).

    52Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof erscheint das Kreuz in vielen Varianten und unterschiedlichen Größen.

    53Als Halb-oder Ganzfigur findet sich die Madonnenfigur in den 1920er bis 1940er Jahren verstärkt neben anderer einsetzender christlicher Symbolik auf dem Karlsruher Hauptfriedhof. Träger dieser Symbolik war zumeist die Stele, wie auch beim Grabmal Weber (Abb. 100).

    54Bereits seit der Antike ist die Taube als Friedenssymbol bekannt.123 In der christlichen Kunst ist die Taube, die zudem Sinnbild der Einfalt und Reinheit sein kann, vor allem ein Symbol des Heiligen Geistes.

    55Erscheint die Taube mit einem kleinen Ölzweig im Schnabel, deutet dies auf die Versöhnung zwischen Gott und Mensch hin.

    56Auf der Karlsruher Grabstele Tölle sind oberhalb der Inschrift zwei Tauben, die auf einem (Opfer-) Schalenrand sitzen und in ihrer Mitte ein Christusmonogramm „stützen“, abgebildet (Abb. 99).

    57Mit Aufkommen des schlichten Grabmales während des Ersten Weltkrieges wurde der christlichen Symbolik erneutes Gewicht beigemessen. So wurden christliche Heilserwartungen durch den Christuskopf versinnbildlicht. Sehr oft fand er als Tondoform im oberen Bereich einer Grabstele seine Aufgabe (Abb. 101).

    58Auch das Christusmonogramm, als Zeichen für Christus bzw. das Christentum, spielte in diesem Zusammenhang eine Rolle.

    59Bei diesen Grabmotiven handelte es sich in der Regel um Versatzstücke, die in unterschiedlicher Größe, aus unterschiedlichem Material von sämtlichen Gießereien und Werkstätten zu beziehen waren und zahlreich Anwendung fanden.

    VI.3 Todessymbole

    60Als Symbol der unsterblichen Seele war der Schmetterling bereits in der Antike bekannt und wurde in der klassizistischen Grabmalkunst zu einem beliebten Todessymbol.124

    61Der Schmetterling ist meistens als kleines Motiv an exponierter Stelle zu sehen. Häufig erscheint er am Giebel oder im oberen Bereich eines Grabmales. So wurde beim Grabmal Cassin in der Mitte zweier Voluten am Kapitell des Halbpilasters das Schmetterlingsmotiv festgehalten. Ein auffallend großer, in den Stein gearbeiteter Schmetterling befindet sich am Grabmal Götz (Abb. 102).

    62Das Motiv der umgekehrten Fackel tritt auf dem Karlsruher Hauptfriedhof nicht mehr allzu häufig auf, hat aber eine lange Tradition innerhalb der Grabmalgestaltung.

    63Seit frühklassizistischen Thanatosdarstellungen erscheint dieses Attribut auf den europäischen Friedhöfen als Symbol des erloschenen Lebens.

    64In der Antike ist die in der Hand eines Jünglings oder Genius nach unten gesenkte Fackel ein anschauliches Symbol des Todes bzw. das Auslöschen des Lebens. Meist ist die Fackel noch brennend, aber nach unten gerichtet zur Veranschaulichung, daß diese kurz vor dem Erlöschen bzw. Ersticken ist.125

    65Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof begegnet man diesem Todessymbol entweder zwischen klassizistischen Schmuckformen oder als Attribut eines Genius oder Jünglings (wie im Grabmal Liebermann, Widmann oder Moninger) (Abb. 74).

    66Als weiteres Symbol für das verlöschende Leben tritt das Motiv der untergehenden Sonne in der Grabsymbolik auf. Die Sonne ist dabei gleichzeitig auch ein Auferstehungssymbol.

    67Auf dem Karlsruher Hauptfriedhof fand das Bild der untergehenden Sonne meist als Hintergrundmotiv Verwendung (Grabmal Würtenberger (Abb. 96), Ruh und Olbert). Selten tritt es nur für sich gestellt auf. Hier wird die Sonne fast immer als ein Halb-bzw. Viertelkreis in der Ecke des Grabmales, mit radialen Strahlen, stilisiert widergegeben. Lediglich auf dem Mosaik im Hintergrund des Grabmal Liebl erscheint die Sonne als hoher runder Ball und versinnbildlicht hier das göttliche Licht. Flammen als Symbol für Feuer und Kremation werden bevorzugt mit Aufkommen der Feuerbestattung in Karlsruhe am Grabmal dargestellt. Nicht selten sind aus einer Urne züngelnde Flammen, wie beim Grabmal Steiner (Abb. 103) vorzufinden, die als Indiz für die Vergänglichkeit und für die Feuerbestattung stehen.

    68Ein Symbol für die verrinnende Zeit und des Todes ist die Sanduhr. Gleichzeitig steht sie aber auch für Ende und Neuanfang, da sie nach Abrinnen des Sandes wieder umgedreht werden kann.

    69Auf dem Grabmal wurde die Sanduhr sehr oft auch geflügelt wiedergegeben. Sie wurde bei Ädikulagrabmalen oder auch an Stelen (Grabmal Koellreutter und Diebert) meist am Giebel bzw. im oberen Bereich angebracht (Abb. 104).

    70Zudem war sie auch in den Händen einer Trauerfigur, wie einst beim Grabmal Cassin, zu sehen.126

    71Die Urne, einst Gefäß für Speise und Trank, als Wegzehrung für den Toten, stellt ein bevorzugtes, aus der Antike stammendes Grabschmuckmotiv dar. Sie ist Sinnbild für die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Während des 19. Jahrhunderts trifft man innerhalb aller Grabmalformen auf sie. Das Motiv der Urne wird gerne im Zusammenhang mit einer Trauerfigur, die sich über diese beugt oder vor einer Urne trauert (Grabmal Binz bzw. Weylöhner) gezeigt (Abb. 49).

    72Auch als Grabmalaufsatz erfreute sich die Urne in Karlsruhe großer Beliebtheit. Bereits seit Entstehung des Karlsruher Hauptfriedhofes bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ist sie nachweisbar. Das Grabmal Schrempp zeigt sie als Attribut eines sarkophagähnlichen Grabmales. Daneben wurde sie auf Grabwänden und Pfeiler gestellt.

    73Nicht nur vollplastisch, sondern ebenso auf Reliefs ist die Urne auf dem Grabmal zu finden, hier jedoch selten als Einzelsymbol.

    74In Nischen dargestellte Urnen fungierten als antikisierende Grabzeichen und sind häufig besonders an Stelen oder auch an anderen Grabmalformen anzutreffen (Grabmal Spiess, Nemnich, Stocker, Printz).

    75Gelegentlich wurde die Urne mit Trauerflor oder einer Pflanzenranke versehen.

    76Gerade auf großen Grabmälern können Todessymbole auch nebeneinander erscheinen, wie es hauptsächlich bei reichhaltig verzierten, dem Klassizismus entlehnten Ädikulagrabmalen der Fall war. Ein Beispiel der Vielfältigkeit von Todessymbolen ist das Grabmal Cassin. Neben dekorativen floralen Motiven, treten symbolhaltige Verzierungen wie die Ähre, der Mohn, Lorbeer- und Eichenblätter auf. Dazwischen erscheinen Todesmotive in der Form eines Schmetterlinges sowie Puttenköpfe mit darunterliegenden gekreuzten Knochen.

    VI.4 Sonstige Motive

    77Der von einer Schlange umgebene Äskulapstab war in der Antike als Attribut Aslepios’ bekannt und ist ein Symbol des Arztberufes bzw. zusammen mit einer Schale Zeichen einer Apotheke.127

    78Die sich regelmäßig häutende Schlange fungiert jedoch auch als Sinnzeichen der Lebenserneuerung.

    79Der Äskulapstab tritt nur selten in Erscheinung auf dem Karlsruher Hauptfriedhof. Er ist beispielsweise auf dem Grabmal des Arztes Otto Beck zu sehen, auf welchem sich das Symbol am schlanken Pfeiler entlang emporzieht (Abb. 105). Zudem zeigt das Grabmal Dr. med. Arnsperger im giebelförmigen Bereich der Stele ein kleines Mosaik, das den Äskulapstab darstellt.

    80Gelegentlich treten Musikinstrumente wie die Leier oder Harfe auf einem Grabmal auf. Die Leier, göttliche Harmonie und die harmonische Einheit von Himmel und Erde darstellend, war neben der Harfe das wichtigste Saiteninstrument des Alten Orients. Als Attribut des griechischen Gottes Apollo galt sie auch als Sinnbild der Musik und Poesie.128 Auch die Bibel berichtet vom Harfenspiel, das zum Dank und Lob Gottes erklingt.129

    81Hauptsächlich erscheint das Saiteninstrument auf dem Karlsruher Hauptfriedhof in Verbindung mit einem Engel, einer Putte oder einem Genius, selten mit einer Trauerfigur. Das Grabmal Hammer zeigt zum Beispiel einen knieenden trauernden Genius mit einer Harfe (Abb. 106).

    82Auch zur besonderen Hervorhebung der Verdienste einer verstorbenen Person wird die Leier, Harfe oder Lyra, mitunter auch mit einem Flügelpaar versehen, verwendet. So ist ein von Lorbeer umgebenes, geflügeltes Saiteninstrument auf dem Grabmal Scheffel vorzufinden.

    VI.5 Inschriften

    83Im Mittelalter wurden Grabinschriften in Latein festgehalten. Das setzte die Kenntnis dieser Sprache voraus und richtete sich somit lediglich an eine bestimmte Bevölkerungsschicht.130

    84Die Inschrift eines Grabmales macht dieses erst zu einem individuellen Gedenkstein des Verstorbenen. Die meisten Inschriften, die über die Auflistung von Namen, Lebensdaten und Beruf hinausgehen, ähneln sich in der Regel. Oftmals wurden gleiche Sprüche und Wörter benutzt. Eine individuelle, auf die Person des Verstorbenen bezogene Widmung ist nur selten vorzufinden. Hierbei handelt es sich dann meist um eine bekannte „Persönlichkeit“. Anders bei den alten Grabmälern, wie das Denkmal Stadelmanns zeigt, auf dem ein verkürzter Lebenslauf des Verstorbenen festgehalten und auch die Todesursache oft erwähnt wurde. Doch auch diese Inschriften folgen bestimmten Konventionen.131

    85Inschriften bzw. Formulierungen, die sich in ganz Deutschland großer Beliebtheit erfreuten, waren:

    „Die Liebe höret nimmer auf“

    „Auf Wiedersehen“

    „Hier ruht in Frieden“

    „Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist nicht tot, nur fern!“

    86Wörter, die immer wieder Verwendung fanden: „Friede“, „Liebe“, „Ewig“, „Himmel“.

    87Neben knappen Bibelsprüchen fiel die Wahl nicht selten auch auf die wörtliche Wiederholung eines Gedenkspruchs, wie in Karlsruhe:

    „Wenn auch die Fackel erlischt, ewig doch bleibet die Liebe“

    „Ich muss wirken so lange es Tag ist. Es kommt die Nacht da niemand wirken kann“

    „Arbeit war Dein Los auf Erden. Droben soll der Lohn Dir werden. Zu früh musstest Du von uns geh’n. Schlafe wohl auf Wiederseh’n.“

    „Dem Auge fern, dem Herzen nah“

    88Diese Inschriften sind nicht stadt-oder regionsspezifisch. Dieselben bzw. in der gleichen Art und Weise formulierte „Gedenksätze“ erscheinen auf vielen deutschen Friedhöfen.

    89Demzufolge machten die Gegner der zeitgenössischen Grabmalkunst bzw. Befürworter der Friedhofskunstreformen darauf aufmerksam, daß nicht nur das Grabmal unter einer nicht ausreichenden Gestaltung litte, sondern daß auch die Inschrift wieder an Wert und Gehalt gewinnen müsse. „Ganz besonders die Inschrift unterschied sich von der heutigen sehr wesentlich. Im Gegensatz zu den jetzt gebräuchlichen, wenig inhaltvollen und in die Millionen gehenden gleichlautenden Grabinschriften, (...) denen keine persönliche Note innewohnt, tragen die alten Grabmäler stets einen sinnigen, das Leben des Verschiedenen kennzeichnenden Spruch und verraten auch oft eine Episode aus dem Wirken des Toten.“132

    90Die Schrift sollte sich dabei in die Grabgestaltung einfügen und die Fläche des Steines harmonisch aufgliedern. So schrieb auch der Friedhofsreformator Hans Grässel: „Nach entsprechender Wahl der Umrißlinie und des Materials ist die Anordnung der Inschrift das Wichtigste, denn diese hat den ursprünglichen Zweck des Grabdenkmals zu erfüllen. Sie sei an hervorragender Stelle, in richtiger Höhe und in richtigem Maßstab angebracht, gut verteilt, sorgfältig gezeichnet und in ihrem Inhalt von sinnigem Empfinden. Man vermeide allgemeine Redensarten (...).“133

    91Auch Wilhelm von Grolman war sich des Wertes der Inschrift eines Grabmales bewußt: „Der wichtigste Schmuck des einfachen Grabsteines ist die Schrift“und beklagt deren Vernachlässigung.134

    92Zudem wurden Inschriften aus goldener Farbe insbesondere auf schwarz poliertem Granit neben der Sandgebläseschrift immer wieder abgelehnt.135

    93So ist es auch nicht verwunderlich, daß neben Mustergrabmalen auch Musterspruchbücher verfaßt und veröffentlicht wurden. Es gab eine Anzahl von Anregungen zu Grabschriften, die unterteilt wurden für Erwachsene, Kinder und junge Leute sowie für „Betagte“.

    941892 erschien die Sammlung „Christliche Grabinschriften zur Auswahl für Leidtragende, Bildhauer und Geistliche“.136

    95Nicht selten gaben Inschriften auch den Beruf des Verstorbenen preis. Unter den meist hervorgehobenen Berufsbezeichnungen befinden sich in Karlsruhe der Oberbaurat (oftmals mit dem Symbol des Zirkels und des Dreiecks), verschiedene Ärzte, Professoren und Musiker (gerne mit Lyra und Lorbeerkranz versehen). Bis in die 1920er Jahre hinein sind Berufsbezeichnungen innerhalb der Inschrift vorzufinden, danach nur noch vereinzelt nachweisbar.

    Notes de bas de page

    100 Neuzeitliche Grabmalkunst, in: Phönix 47, 1934, Sp. 54

    101 Motive innerhalb der figürlichen Grabmalplastik sind unter den Grabmalformen unter „Figurengrabmal“ (ab S. 70) aufgelistet.

    102 Lessing machte in seinem Werk „Wie die Alten den Tod gebildet“ aufmerksam, daß bereits bei den Griechen und Römern alle Leichen bekränzt wurden. „(...) mit Kränzen ward die Leiche von den hinterlassenen Freunden beworfen; bekränzt wurden Scheiterhaufe und Urne und Grabmal.“ (Wie die Alten den Tod gebildet 1984, S. 16f.)

    103 Eine Variante des Kranzes ist der Dornenkranz, der aber in Karlsruhe selten verwendet, in einem anderen Zusammenhang benutzt wird und zu den wenigen religiösen Motiven zählt.

    104 Forstner 1991, S. 281

    105 Leisner 1990, Bd. 1, S. 162

    106 Becker 2003, S. 243

    107 Graf 1983, S. 84

    108 Gotthold Ephraim Lessing, Wie die Alten den Tod gebildet, 1769

    109 Forstner 1991, S. 279

    110 Becker 2003, S. 280

    111 Ebd., S. 63

    112 Ebd., S. 173

    113 Panofsky 1993, siehe Abb. 107 u. 109

    114 Forstner 1991, S. 90

    115 Neues Testament, Markus 14, 23-24: „Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alles daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, (...).“

    116 Becker 2003, S. 330

    117 Ebd., S. 13

    118 Neues Testament, Johannes 12, 24-25

    119 Becker 2003, S. 65

    120 So weist auch Winckelmann in seinem „Versuch einer Allegorie, besonders für die Kunst“ hin, daß: „Der Tod, und zwar ein frühzeitiger, wurde durch eine Rose angedeutet, welche man auf einem Grabstein sieht.“ (Vgl. Winckelmann 1766, S. 80)

    121 Forstner 1991, S. 287

    122 Becker 2003, S. 154

    123 Forstner 1991, S. 229

    124 So schreibt auch Lessing in seinem Werk „Wie die Alten den Tod gebildet“: „Wer weiß nicht, daß der Schmetterling das Bild der Seele und besonders der vom Leibe geschiedenen Seele vorstellet?“ (Lessing 1984, S. 17)

    125 Lessing schreibt die umgekehrte Fackel als Attribut des Todes in Gestalt eines geflügelten Genius, zu, der als „der eben bevorstehende Tod, im Begriffe [ist], die Fackel auszuschlagen“. (Lessing 1984, S. 34)

    126 Die Figur des Grabmales Cassin wurde mittlerweile leider beschädigt. Beide Unterarme sind abgebrochen und somit ist die Sanduhr, die sich in der linken Hand befand, auch nicht mehr vorhanden.

    127 Becker 2003, S. 25

    128 Ebd. 2003, S. 122. Auch Winckelmann sieht die Leier als Attribut des Dichters. (Vgl. Winckelmann 1766, S. 59)

    129 Becker 2003, S. 169

    130 Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur 2002, S. 120, Sp. 1

    131 Ebd., S. 120, Sp. 1

    132 Phönix 47, 1934, Sp. 51/52

    133 Grässel 1910, S. 4

    134 Winke für die Beschaffung eines Grabmals, Flugblatt, hrsg. von der Wiesbadener Gesellschaft für bildende Kunst, in: Christliches Kunstblatt 50, 1908, S. 112

    135 Ebd., S. 113

    136 Christliche Grabinschriften zur Auswahl für Leidtragende, Bildhauer und Geistliche ausgewählt von Friedr. Sigmund Schultz, Superintendent und erster Pfarrer in Görlitz, Stuttgart 1892. (Siehe Christliches Kunstblatt 34, 1892, S. 143)

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    2011

    In Search of Meaning

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    2009

    Worte am Werk

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    Luis Miguel Carrujo Covas

    2008

    Denkräume und Denkbewegungen

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    Christian Hoffstadt

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    100 Neuzeitliche Grabmalkunst, in: Phönix 47, 1934, Sp. 54

    101 Motive innerhalb der figürlichen Grabmalplastik sind unter den Grabmalformen unter „Figurengrabmal“ (ab S. 70) aufgelistet.

    102 Lessing machte in seinem Werk „Wie die Alten den Tod gebildet“ aufmerksam, daß bereits bei den Griechen und Römern alle Leichen bekränzt wurden. „(...) mit Kränzen ward die Leiche von den hinterlassenen Freunden beworfen; bekränzt wurden Scheiterhaufe und Urne und Grabmal.“ (Wie die Alten den Tod gebildet 1984, S. 16f.)

    103 Eine Variante des Kranzes ist der Dornenkranz, der aber in Karlsruhe selten verwendet, in einem anderen Zusammenhang benutzt wird und zu den wenigen religiösen Motiven zählt.

    104 Forstner 1991, S. 281

    105 Leisner 1990, Bd. 1, S. 162

    106 Becker 2003, S. 243

    107 Graf 1983, S. 84

    108 Gotthold Ephraim Lessing, Wie die Alten den Tod gebildet, 1769

    109 Forstner 1991, S. 279

    110 Becker 2003, S. 280

    111 Ebd., S. 63

    112 Ebd., S. 173

    113 Panofsky 1993, siehe Abb. 107 u. 109

    114 Forstner 1991, S. 90

    115 Neues Testament, Markus 14, 23-24: „Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alles daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, (...).“

    116 Becker 2003, S. 330

    117 Ebd., S. 13

    118 Neues Testament, Johannes 12, 24-25

    119 Becker 2003, S. 65

    120 So weist auch Winckelmann in seinem „Versuch einer Allegorie, besonders für die Kunst“ hin, daß: „Der Tod, und zwar ein frühzeitiger, wurde durch eine Rose angedeutet, welche man auf einem Grabstein sieht.“ (Vgl. Winckelmann 1766, S. 80)

    121 Forstner 1991, S. 287

    122 Becker 2003, S. 154

    123 Forstner 1991, S. 229

    124 So schreibt auch Lessing in seinem Werk „Wie die Alten den Tod gebildet“: „Wer weiß nicht, daß der Schmetterling das Bild der Seele und besonders der vom Leibe geschiedenen Seele vorstellet?“ (Lessing 1984, S. 17)

    125 Lessing schreibt die umgekehrte Fackel als Attribut des Todes in Gestalt eines geflügelten Genius, zu, der als „der eben bevorstehende Tod, im Begriffe [ist], die Fackel auszuschlagen“. (Lessing 1984, S. 34)

    126 Die Figur des Grabmales Cassin wurde mittlerweile leider beschädigt. Beide Unterarme sind abgebrochen und somit ist die Sanduhr, die sich in der linken Hand befand, auch nicht mehr vorhanden.

    127 Becker 2003, S. 25

    128 Ebd. 2003, S. 122. Auch Winckelmann sieht die Leier als Attribut des Dichters. (Vgl. Winckelmann 1766, S. 59)

    129 Becker 2003, S. 169

    130 Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur 2002, S. 120, Sp. 1

    131 Ebd., S. 120, Sp. 1

    132 Phönix 47, 1934, Sp. 51/52

    133 Grässel 1910, S. 4

    134 Winke für die Beschaffung eines Grabmals, Flugblatt, hrsg. von der Wiesbadener Gesellschaft für bildende Kunst, in: Christliches Kunstblatt 50, 1908, S. 112

    135 Ebd., S. 113

    136 Christliche Grabinschriften zur Auswahl für Leidtragende, Bildhauer und Geistliche ausgewählt von Friedr. Sigmund Schultz, Superintendent und erster Pfarrer in Görlitz, Stuttgart 1892. (Siehe Christliches Kunstblatt 34, 1892, S. 143)

    Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes

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    Beckmann, A. (2006). VI. Grabschmuck: Motivauswahl, Attribute und Inschriften. In Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing. Consulté à l’adresse https://books.openedition.org/ksp/2110
    Beckmann, Anett. « VI. Grabschmuck: Motivauswahl, Attribute und Inschriften ». In Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing, 2006. https://books.openedition.org/ksp/2110.
    Beckmann, Anett. « VI. Grabschmuck: Motivauswahl, Attribute und Inschriften ». Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes, KIT Scientific Publishing, 2006, https://books.openedition.org/ksp/2110.

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    Beckmann, A. (2006). Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing. Consulté à l’adresse https://books.openedition.org/ksp/2101
    Beckmann, Anett. Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing, 2006. https://books.openedition.org/ksp/2101.
    Beckmann, Anett. Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes. KIT Scientific Publishing, 2006, https://books.openedition.org/ksp/2101.
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