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    Plan détaillé Texte intégral Position an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft Fallstudie Zur Methodik Fazit Bibliographie Notes de bas de page Auteurs

    Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation

    Ce livre est recensé par

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    Betriebliche Soziale Arbeit

    Problematiken und Potenziale an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft

    Edgar Baumgartner et Daniela Berger

    p. 235-241

    Résumé

    Dans la société moderne, l’accès à la vie professionnelle assure à l’individu la capacité d’assurer son existence et d’être intégré socialement. Ce postulat guide la politique sociale et se reflète dans une large palette de mesures d’encouragement à l’intégration professionnelle. Dans les débats de politique sociale relative à ces mesures, le travail social en entreprise n’est pas systématiquement pris en compte bien que, de par sa position au carrefour entre économie et société, il serait particulièrement apte à contribuer au maintien des personnes au sein des entreprises ce que tente à montrer certaines recherches. Toutefois, le travail social en entreprise n’est à ce jour pas suffisamment parvenu à se profiler comme acteur de résolution de problèmes dans ce domaine.

    Texte intégral Bibliographie Notes de bas de page Auteurs

    Texte intégral

    1Der Zugang zu Erwerbstätigkeit sichert in der modernen Gesellschaft gesellschaftliche Teilhabe wie auch die Möglichkeit zur selbstständigen Existenzsicherung. Diese Maxime ist für die Sozialpolitik leitend und spiegelt sich in einer breiten Palette von Massnahmen zur Förderung der beruflichen Integration wider (Schaufelberger & Mey 2010). In sozialpolitischen Debatten über wirksame Massnahmen erfährt die Betriebliche Soziale Arbeit (BSA) keine systematische Berücksichtigung, obwohl sie an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft besonders geeignet wäre, Ausschlüsse von Personen aus Unternehmen zu vermeiden beziehungsweise deren Teilhabechancen zu erhalten. Es gibt auch Belege dafür, dass Betriebliche Sozialberatungen hierin sehr erfolgreich operieren (Baumgartner 2003).

    2Dieses Potenzial, bei drohender Kündigung zu einem Verbleib im Unternehmen beitragen zu können, ist bis heute kaum erkannt. Dies ist ein Indiz, dass sich die BSA als Akteurin für gesellschaftliche Problemlösungen bislang nicht oder zu wenig etablieren konnte. Im Folgenden ist zu untersuchen, wie weit dieser Umstand mit der besonderen strukturellen Position dieser Einrichtungen in Verbindung steht. Diese Position soll in einem ersten Schritt aufgrund einiger theoretischer Überlegungen und anschliessend im Rahmen einer empirischen Fallstudie dargelegt werden.

    Position an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft

    3Obwohl die BSA auf eine lange Tradition zurückblicken kann, verfügt sie bis heute über keine gesicherte Legitimationsbasis (Sommerfeld 2005). Die BSA ist ein freiwilliges Angebot von Unternehmen geblieben und muss daher ihre Berechtigung auf Ebene der Unternehmen belegen können.1

    4Sie muss dies aus einer Position heraus tun, die in einer ersten Annäherung so charakterisiert werden kann, dass die BSA einem anderen gesellschaftlichen Funktionssystem, nämlich dem Wirtschaftssystem, zugeordnet ist. Soziale Arbeit hat sich dabei gewissermassen nachrangig, als Reaktion auf Folgeprobleme der primären funktionalen Differenzierung, herausgebildet (Fuchs & Schneider 1995). Die organisationelle Angliederung der Sozialen Arbeit ist dabei nach Massgabe des bereits bestehenden Funktionssystems (Sommerfeld 2000: 132) und in einem Bereich mit ganz anderen Orientierungen und Ausrichtungen erfolgt. Die BSA muss sich folglich – wie auch andere Felder der Sozialen Arbeit – in institutionellen Kontexten bewähren, die einer anderen fachlichen und institutionellen Logik als jener der Sozialen Arbeit folgen (Otto & Bauer 2005: 11).

    5Daraus resultiert auf der Ebene von Organisationen eine strukturell schwierige Position der BSA. Denn im Kontext von Unternehmen, die dem Wirtschaftssystem zuzurechnen sind, sind Orientierungen der Sozialen Arbeit der ökonomischen Rationalität prinzipiell untergeordnet. Es ist eine empirische Frage, wie sich diese Position auf die Praxis der Sozialen Arbeit auswirkt.2 Dies wird im Folgenden an einem Fallbeispiel analysiert.

    Fallstudie

    6Die Fallstudie ist Teil eines breit angelegten Forschungsprojekts zur BSA.3 Die Zielsetzung der Fallstudie bestand darin, die Funktionsweise und Dynamik einer konkreten Sozialberatung zu rekonstruieren. Als Beispiel diente die Betriebliche Sozialberatung der Swisscom AG, des grössten Telekommunikationsanbieters in der Schweiz. Die Sozialberatung von Swisscom umfasste 2007 17 Mitarbeitende an verschiedenen Standorten in der Deutschschweiz, Romandie und im Tessin. Ihre Angebote stehen allen Mitarbeitenden und deren Angehörigen offen. Im Jahr 2006 betreute die Sozialberatung knapp 1’800 Klientinnen und Klienten.

    Zur Methodik

    7Die Fallstudie basierte auf insgesamt 13 Interviews mit Personen, die unterschiedliche Bezüge zur Betrieblichen Sozialberatung aufwiesen. Dazu gehörten Angehörige der Sozialberatung Swisscom, der Personalabteilungen und der Geschäftsleitung, Vorgesetzte sowie relevante sozialpolitische Akteure und Akteurinnen ausserhalb des Unternehmens. Diese Interviews fanden im Herbst 2007 statt und thematisierten Aufgaben und Positionierung der Sozialberatung, die Legitimation sowie die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen. Die Analyse der so gewonnen Daten erfolgte mittels einer «gegenstandsbezogenen Theoriebildung» (Strauss 1994). Diese qualitative Forschungsmethode erlaubt ein induktives, aus dem Material abgeleitetes, wie auch theoriegeleitetes (deduktives) Vorgehen. Basis bilden hierbei relevante Interviewpassagen, die über ein Kategorienbildungs-und Codierverfahren analysiert werden (Bohnsack 1999).4

    Die Positionierung der Sozialberatung

    8Die Soziale Arbeit agiert hier in einem Umfeld, das auf die Herstellung von Telekommunikations-Dienstleistungen fokussiert und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten organisiert ist. Soziale Arbeit hat hier zunächst nur am Rande eine Bedeutung und es ist daher offen, welche Aufgabe und Rolle ihr in diesem Umfeld zukommt. Aus den Interviews lässt sich allenfalls Einigkeit darüber rekonstruieren, dass die Sozialberatung im Einzelfall für soziale Probleme da ist und insbesondere bei finanziellen Problemen Unterstützung bietet. Die Aufgabe der Sozialberatung Swisscom scheint sich also zunächst darin zu erschöpfen, was gemeinhin mit der Sozialen Arbeit, etwa in der öffentlichen Sozialhilfe, assoziiert wird.5 Es hält sich somit das Bild einer Sozialberatung, die primär in der Einzelfallhilfe aktiv ist und sich als Reparaturwerkstatt und letztes Sicherungsnetz versteht.

    9Die Analyse zeigt, dass es bis dato ganz offensichtlich nicht gelungen ist, eine allseits bekannte und gefestigte Funktionszuschreibung im Unternehmen zu etablieren. Es besteht kein selbstverständlicher Konsens darüber, was denn die konkreten Aufgaben sind und welche Bedeutung die Sozialberatung hat. Entsprechend bleibt die Soziale Arbeit in einer Position der Randständigkeit gefangen.

    10Unter diesen Voraussetzungen unterliegt die BSA einem doppelten Vermittlungsproblem: Sie muss auf sich und die eigenen Angebote aufmerksam machen, um überhaupt wahrgenommen zu werden, einerseits gegenüber den Mitarbeitenden des Unternehmens, also den potenziellen Klienten oder Klientinnen, wie auch gegenüber den Auftraggebenden, also Vorgesetzten, Geschäftsleitung und dem Personalwesen. Wenn dies nicht gelingt, kann auch keine gesicherte Legitimationsgrundlage entstehen.

    11Angesichts der Notwendigkeit zur Positionierung verfolgt die Sozialberatung der Swisscom die Strategie, sich in möglichst vielen Bereichen strukturell zu verankern. Aus Sorge um das Weiterbestehen der Sozialberatung geht es folglich darum, möglichst viele und neue Aufgabenfelder zu erschliessen und sich mittels dieser Strategie im Unternehmen zu verwurzeln.

    12Ein weiteres Element ist das Kontaktmanagement. Charakteristisch hierfür ist, mit Vorgesetzten und Leuten aus dem Personalbereich individuelle Beziehungen zu unterhalten. Dies dient dazu, auf die Sozialberatung aufmerksam zu machen und über diesen Weg auch neue Aufgaben und Mandate in den Abteilungen zu generieren.

    13Diese Strategie trägt durchaus zur Bekanntheit, Anerkennung und Absicherung der Existenz der Sozialberatung bei. Aber sie ist nicht nur sehr aufwändig, sondern bringt auch das Folgeproblem der inhaltlichen Diffusität mit sich. Das lässt sich am Beispiel der von der Sozialberatung Swisscom organisierten Nichtraucherkurse zeigen: Diese schaffen Gelegenheit, die Sozialberatung und ihre Angebote den Mitarbeitenden des Unternehmens vorzustellen. Zugleich begibt sich die Sozialberatung mit der Thematik des Rauchens auf ein inhaltliches Terrain, dessen Bezug zu den Aufgaben der Sozialberatung nicht unmittelbar erkennbar ist.

    14Die Sozialberatung trägt folglich selbst dazu bei, dass innerhalb der Swisscom kein stabiles Bild über die Rolle der BSA entstehen kann und der Klärungsbedarf, was denn die Aufgabe ist, bestehen bleibt. Die grundlegenden Problematiken, nämlich die Randständigkeit der BSA und das Vermittlungsproblem, lassen sich so nicht sinnvoll bearbeiten. Die Abbildung fasst die Analyse zusammen.

    Image 10000000000002950000014B6A318EDE.jpg

    Abbildung: Ergebnis der Fallstudie

    Fazit

    15Die Ergebnisse der Fallstudie dokumentieren zunächst nur die Situation eines einzelnen Unternehmens. Im Rahmen einer Befragung von Betrieblichen Sozialberatungen in der Schweiz und Deutschland haben sich die Problematiken der Positionierung als weit verbreitet und als eigentliches Strukturmerkmal erwiesen.6 Randständigkeit und Unklarheit über die Aufgaben der BSA sind jedoch keine zwingenden Folgen des Agierens in Unternehmen, sondern sind Ergebnis der Positionierungsversuche von Betrieblichen Sozialberatungen. Denn Strategien, das Angebotsprofil strikt auf die Bedürfnisse des Unternehmens auszurichten, tragen nicht zur Aufgabenklärung auf Ebene der Unternehmen bei.

    16Dies ist auch professionspolitisch problematisch, denn damit wird zugleich eine öffentliche, unternehmensübergreifende Klarheit über die Rolle der BSA und eine systematische Berücksichtigung in der sozialstaatlichen Bearbeitung gesellschaftlicher Probleme – wie etwa der Arbeitsintegration – eher verunmöglicht.

    17Gemäss Abbott (1988) muss eine Profession ihre Zuständigkeiten im Wettbewerb der Berufsgruppen in den Arenen des Staates, der Öffentlichkeit und des Arbeitsplatzes durchsetzen können. Die professionelle Leistung ist hierfür zwar eine Voraussetzung, mitentscheidend ist jedoch auch die Darstellung dieser Leistung als erkennbarer und bedeutsamer Problemlösungsbeitrag (vgl. auch Nadai & Sommerfeld 2005: 192). Für die BSA liegt genau hierin eine zentrale Herausforderung, um das Potenzial der Problemlösungskapazität an der Schnittstelle von Wirtschaft und Gesellschaft ausschöpfen zu können. Dieser Anspruch dürfte jedoch nicht durch die beinahe beliebige Aneinanderreihung von (immer neuen) Aufgaben oder den Nachweis des ökonomischen Nutzens allein einzulösen sein, sondern in der Klärung, Benennung und Verdeutlichung der gesellschaftlichen Aufgabe der BSA.

    Bibliographie

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    Format

    Abbott, A. (1988). The System of Professions. University of Chicago Press. https://doi.org/10.7208/chicago/9780226189666.001.0001
    Baumgartner, E., & Sommerfeld, P. (2016). Betriebliche Soziale Arbeit. Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-531-94256-8
    Bohnsack, R. (2021). Rekonstruktive Sozialforschung. utb GmbH. https://doi.org/10.36198/9783838587851
    Pfadenhauer, M. (Ed.). (2005). Professionelles Handeln. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-663-11166-5
    Abbott, Andrew. “The System of Professions”. []. University of Chicago Press, 1988. doi:10.7208/chicago/9780226189666.001.0001.
    Baumgartner, Edgar, and Peter Sommerfeld. Betriebliche Soziale Arbeit. []. Springer Fachmedien Wiesbaden, 2016. doi:10.1007/978-3-531-94256-8.
    Bohnsack, Ralf. “Rekonstruktive Sozialforschung”. []. utb GmbH, March 29, 2021. doi:10.36198/9783838587851.
    Pfadenhauer, Michaela, ed. Professionelles Handeln. []. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005. doi:10.1007/978-3-663-11166-5.
    Abbott, Andrew. The System of Professions. [], University of Chicago Press, 1988. Crossref, https://doi.org/10.7208/chicago/9780226189666.001.0001.
    Baumgartner, Edgar, and Peter Sommerfeld. Betriebliche Soziale Arbeit. [], Springer Fachmedien Wiesbaden, 2016. Crossref, https://doi.org/10.1007/978-3-531-94256-8.
    Bohnsack, Ralf. Rekonstruktive Sozialforschung. [], utb GmbH, 29 Mar. 2021. Crossref, https://doi.org/10.36198/9783838587851.
    Pfadenhauer, Michaela, editor. Professionelles Handeln. [], VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005. Crossref, https://doi.org/10.1007/978-3-663-11166-5.

    Cette bibliographie a été enrichie de toutes les références bibliographiques automatiquement générées par Bilbo en utilisant Crossref.

    Abbott, A. (1988). The System of Professions. An Essay on the Division of Labor. Chicago: University of Chicago Press.

    10.7208/chicago/9780226189666.001.0001 :

    Baumgartner, E., Berger, D., Baur, R. & Sommerfeld, P. (2013 geplant). Betriebliche Soziale Arbeit (Arbeitstitel). Wiesbaden: VS-Verlag.

    10.1007/978-3-531-94256-8 :

    Baumgartner, E. (2010). Betriebliche Soziale Arbeit in Deutschland – Stand und Perspektiven. In S. Klein & H.-J. Appelt (Hrsg.), Praxishandbuch betriebliche Sozialarbeit (S. 19-29). Kröning: Asanger Verlag.

    Baumgartner, E. (2003). Der Nutzen betrieblicher Sozialarbeit. Eine Kosten-Nutzen-Analyse in zwei Unternehmen. Discussion Paper. Olten: Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz.

    Bohnsack, R. (1999). Rekonstruktive Sozialforschung: Einführung in Methodologie und Praxis qualitativer Forschung (3. Aufl.). Opladen: Leske + Budrich.

    10.36198/9783838587851 :

    Fuchs, P. & Schneider, D. (1995). Das Hauptmann-von-Köpenick-Syndrom. Überlegungen zur Zukunft funktionaler Differenzierung. Soziale Systeme, 4(2), 87-117.

    Jaeppelt, A. & Görcke, M. (2009). Die neue Generation der betrieblichen Sozialarbeit: Das employee assistance program als innovativer Baustein unternehmerischer Gesundheitsförderung. Berlin: Lit Verlag.

    Nadai, E. & Sommerfeld, P. (2005). Professionelles Handeln in Organisationen – Inszenierungen der Sozialen Arbeit. In M. Pfadenhauer (Hrsg.), Professionelles Handeln (S. 181-205). Wiesbaden: VS Verlag.

    10.1007/978-3-663-11166-5 :

    Otto, U. & Bauer, P. (2005). Kooperationsprobleme in der Schulsozialarbeit. Zeitschrift für Sozialpädagogik, 3(1), 11-36.

    Schaufelberger, D. & Mey, E. (2010). Viele Massnahmen – wenig Übersicht. Arbeitsintegration – Vorschlag einer Systematisierung. SozialAktuell, 42(5), 15-18.

    Sommerfeld, P. (2005). Betriebliche Sozialberatung. In H.D. Uecker & M. Krebs (Hrsg.), Beobachtungen der Sozialen Arbeit. Theoretische Provokationen – Band 1(S. 95-100). Heidelberg: Carl Auer Verlag.

    Sommerfeld, P. (2000). Soziale Arbeit als sekundäres Primärsystem und der «very strange loop» sozialarbeiterischer Profis. In R. Merten (Hrsg.), Systemtheorie Sozialer Arbeit. Neue Ansätze und veränderte Perspektiven (S. 115-136). Opladen: Leske + Budrich.

    Strauss, A.L. (1994). Grundlagen qualitativer Sozialforschung. München: Fink.

    Notes de bas de page

    1 Insbesondere in ökonomisch schwierigen Zeiten, wie Jaeppelt und Görcke (2009: 111) feststellen: «Heutzutage hat die Betriebssozialarbeit vor allem damit zu kämpfen, in Zeiten der Kostenersparnis und der Auslagerung von nicht produktionsbezogenen Einheiten zu überleben. Unternehmen hinterfragen vermehrt den Sinn und die Effizienz betriebssozialarbeiterischen Handelns».

    2 Studien aus Feldern mit vergleichbarer Ausgangslage zeigen verschiedene Folgeprobleme: Eindruck einer diffusen Zuständigkeit der Sozialen Arbeit bei anderen Berufsgruppen, eine starke Pflicht zur Legitimation des Handelns und Schwierigkeiten, fachliche Vorstellungen autonom durchsetzen zu können (Otto & Bauer 2005; Sommerfeld 2000).

    3 Das Projekt mit dem Titel «Entwicklung und Erprobung einer evidenz-basierten Konzeption betrieblicher Sozialer Arbeit» wurde vom Schweizerischen Nationalfonds und von Swisscom AG mitfinanziert und fachlich vom Schweizerischen Netzwerk Betriebliche Sozialberatungen unterstützt.

    4 In den folgenden Ausführungen wird die Analyse nicht mit Interviewpassagen belegt. Methodik und Analyse werden ausführlicher in Baumgartner, Berger, Baur & Sommerfeld (Publikation 2013 geplant) dargelegt.

    5 Die Verwendung von Begrifflichkeiten wie «Sozialdienst» oder «Arbeit mit Sozialfällen» belegen diese Verknüpfung.

    6 Die Ergebnisse werden publiziert in Baumgartner et al. (Publikation 2013 geplant), siehe auch Baumgartner 2010.

    Auteurs

    • Edgar Baumgartner

      Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit – Leiter des Instituts Professionsforschung und kooperative Wissensbildung, edgar.baumgartner@fhnw.ch, www.fhnw.h/personen/edgar-baumgartner/

    • Daniela Berger

      Alzheimervereinigung beider Basel – Geschäftsführerin, daniela.berger@alzbb.ch, www.alzbb.ch/

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    1 Insbesondere in ökonomisch schwierigen Zeiten, wie Jaeppelt und Görcke (2009: 111) feststellen: «Heutzutage hat die Betriebssozialarbeit vor allem damit zu kämpfen, in Zeiten der Kostenersparnis und der Auslagerung von nicht produktionsbezogenen Einheiten zu überleben. Unternehmen hinterfragen vermehrt den Sinn und die Effizienz betriebssozialarbeiterischen Handelns».

    2 Studien aus Feldern mit vergleichbarer Ausgangslage zeigen verschiedene Folgeprobleme: Eindruck einer diffusen Zuständigkeit der Sozialen Arbeit bei anderen Berufsgruppen, eine starke Pflicht zur Legitimation des Handelns und Schwierigkeiten, fachliche Vorstellungen autonom durchsetzen zu können (Otto & Bauer 2005; Sommerfeld 2000).

    3 Das Projekt mit dem Titel «Entwicklung und Erprobung einer evidenz-basierten Konzeption betrieblicher Sozialer Arbeit» wurde vom Schweizerischen Nationalfonds und von Swisscom AG mitfinanziert und fachlich vom Schweizerischen Netzwerk Betriebliche Sozialberatungen unterstützt.

    4 In den folgenden Ausführungen wird die Analyse nicht mit Interviewpassagen belegt. Methodik und Analyse werden ausführlicher in Baumgartner, Berger, Baur & Sommerfeld (Publikation 2013 geplant) dargelegt.

    5 Die Verwendung von Begrifflichkeiten wie «Sozialdienst» oder «Arbeit mit Sozialfällen» belegen diese Verknüpfung.

    6 Die Ergebnisse werden publiziert in Baumgartner et al. (Publikation 2013 geplant), siehe auch Baumgartner 2010.

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    Baumgartner, E., & Berger, D. (2014). Betriebliche Soziale Arbeit. In S. Voélin, M. Eser Davolio, & M. Lindenau (éds.), Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation. Genève: Éditions ies. https://doi.org/10.4000/books.ies.1042
    Baumgartner, Edgar, et Daniela Berger. « Betriebliche Soziale Arbeit ». In Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation, édité par Sabine Voélin, Miryam Eser Davolio, et Mathias Lindenau. Genève: Éditions ies, 2014. doi:10.4000/books.ies.1042.
    Baumgartner, Edgar, et Daniela Berger. « Betriebliche Soziale Arbeit ». Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation, édité par Sabine Voélin et al., Éditions ies, 2014, https://doi.org/10.4000/books.ies.1042.

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    Format

    Voélin, S., Eser Davolio, M., & Lindenau, M. (éds.). (2014). Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation. Genève: Éditions ies. https://doi.org/10.4000/books.ies.985
    Voélin, Sabine, Miryam Eser Davolio, et Mathias Lindenau, éd. Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation. Genève: Éditions ies, 2014. doi:10.4000/books.ies.985.
    Voélin, Sabine, et al., éditeurs. Le travail social entre résistance et innovation / Soziale Arbeit zwieschen Widerstand und Innovation. Éditions ies, 2014, https://doi.org/10.4000/books.ies.985.
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